Triatloncamp Lanzarote

Triathloncamp Lanzarote – Ein Reisebericht

Eis, Schnee und Kälte! Das sind die Eindrücke vom deutschen Winter im Januar 2019; zumindest in München. Wenn man dann auf Instagram regelmäßig Bilder von den Triathlon-Profis, wie Patrick Lange, Lucie Charles-Barkley oder auch der Triathlon Crew Cologne aus ihren Trainingslagern von Lanzarote sieht, bekommt man ganz schnell Fernweh. Also hieß es Resturlaub prüfen, Reise buchen und ab auf die Insel. Wie die Reise und das Triathloncamp Lanzarote verlaufen sind, lest Ihr hier!

Die Qual der Wahl für das richtige Triathloncamp Lanzarote

Zu Beginn einer jeden Reise steht wie üblich erstmal die Auswahl des richtigen Veranstalters. Für mich gab es nur wenige Einschränkungen, die ich zu berücksichtigen hatte. Zum einen konnte die Reise nur in den ersten zwei Februarwochen stattfinden und zum anderen wollte ich mein Fahrrad nicht mitnehmen müssen. Ich habe mich dann für das Komplettpaket von Hürzeler entschieden. Eine Übersicht von Triathloncamps auf Lanzarote habe ich in einem anderen Beitrag erstellt. Zum Zeitpunkt der Buchung waren die Preise bei Eurowings unschlagbar. Also alles gebucht und am 6. Februar ging es dann mitten in der Nacht für uns los.

Die Reise beginnt – mit Verspätung

Das Wetter am Flughafen München war uns nicht gewogen. Überfrierender Nebel hat uns eine Stunde aufgehalten, bevor wir starten konnten. Aber dann ging es los. Nach knapp 4 Stunden Flug sind wir auf Lanzarote gelandet. 18°C, leichte Bewölkung und eine leichte Briese begrüßten uns auf der Insel. Unser Hotel Occidental Lanzarote Mar war Gott seit dank nur 15min mit dem Bus entfernt und wir konnten auch unser Zimmer sofort beziehen. Natürlich bin ich gleich zur Radstation und habe mein vorbestelltes Rennrad in Empfang genommen. Ab jetzt konnte das Triathloncamp Lanzarote beginnen.

Triathloncamp auf Lanzarote – Berge, Wind und Meer

Für mein Trainingslager habe ich mir einen kleinen Trainingsplan zusammengestellt. Das Ziel waren fünf Radausfahrten, zwei Schwimmeinheiten und mindestens eine Laufeinheit. Also hieß es am ersten Tag auch direkt aufs Rennrad und mittels Einrollrunde etwas die Insel erkunden. Dabei wurde mir klar, dass Einrollen auf Lanzarote etwas ganz anderes bedeutet als z.B. auf Mallorca. Meine erste Fahrt ging von Costa Teguise nach Teguise und zurück. Das Ergebnis waren knappe 40km und 500Hm. Eigentlich gab es kein wirklich ebenes Stück auf der Strecke. Und wenn doch, dann kam ein ordentlicher Wind von vorne. Am zweiten Tag habe ich mich dann nochmal alleine auf den Weg nach Orzola gemacht. Eine relativ flache Route an der Küste entlang nach Norden. Eine wirklich schöne Strecke mit ein paar Wellen. Ideal um ein Intervalltraining zu absolvieren (70km – 600Hm). Danach ging es dann nochmal in den olympischen Pool des Hotels. Ein wirklich schönes Schwimmbad mit 10 Bahnen und wenig Besuchern. Ich hatte direkt eine Bahn für mich alleine und konnte mein Programm locker durchschwimmen.

Gruppenausfahrten mit den Jungs von Hürzeler

Ab dem dritten Tag habe ich mich dann den Gruppenausfahrten angeschloßen. Immer alleine im Wind fahren formt zwar den Charakter, aber eine Gruppenausfahrt macht einfach mehr Laune. Eigentlich standen für diesen Tag nur 85km und zwei Berge auf dem Programm. Aber weil es so gut lief haben wir uns am Ende nochmal aufgeteilt, sind 20km extra gefahren und haben noch zwei steile Rampen mitgenommen. Am Ende des Tages standen dann 105km und 1.600Hm auf dem Garmin. Für den folgenden Tag gab es leider keine Gruppe, also habe ich einen Ruhetag eingelegt und war nur ein kleines Programm schwimmen. Ich muss dazu sagen, dass ich nach der Ausfahrt noch beim Physiotherapeuten war und er meine Schulter wieder etwas beweglicher gemacht hat. Naja, am Ruhetag hatte ich trotzdem ordentlich Muskelkater in der Schulter und konnte die Arme nicht so gut bewegen. Am Tag danach war ich aber wirklich wieder viel mobiler. An den folgenden Tagen haben wir dann noch eine Ausfahrt mit 80km/ 1.000Hm und zum Schluss 70km/ 850Hm unternommen. Die genauen Touren könnt Ihr auch auf meinem Strava-Profil anschauen.

Fazit zum Trainingslager Lanzarote

Mein Trainingscamp Lanzarote ist nun nach sechs Tagen beendet und ich bin wieder in München angekommen. Zeit für ein Fazit.

Trainingsbedingungen

Ich habe mein Trainingspensum im Triathloncamp Lanzarote vollständig absolvieren können. Das Radtraining war super und auf den Ausfahrten hatte man auch immer eine schöne Aussicht. Auch das Angebot von Hürzeler bezüglich Räder und Touren war sehr gut. Beim Schwimmen war ebenso wenig auszusetzen. Das beheizte Schwimmbecken war nie überlaufen und ein besonderes Highlight für mich war der Einsatz von Salzwasser statt Chlor. Beim Laufen an der Promenade hatte man je nach Tageszeit etwas Verkehr, aber auch das war überschaubar. Ein Triathloncamp auf Lanzarote werde ich wohl ab sofort immer wieder machen.

Verpflegung und Unterkunft

Das Occidental Lanzarote Mar konnte uns leider überhaupt nicht überzeugen. Die Zimmer waren zwar groß und geräumig, aber wenn man genauer hingeschaut hat, gab es einige Stellen an denen der Putz und die Farbe von Decken und Wänden abgeplatzt war. Des Weiteren hatten wir ein dauerhaftes Problem mit Motten und Kakerlaken im Zimmer. Insgesamt hat das Hotel einen eher abgewohnten Eindruck hinterlassen.
Das Konzept von All-Inklusive Gästen und Sportlern passt irgendwie nicht wirklich zusammen. Insbesondere beim Abendessen wurde dies deutlich. Es gab zwar eine Live-Cooking Station, aber oft war das Essen überkocht und ungewürzt. Nach drei Tagen haben wir uns dann entschieden in Costa Teguise essen zu gehen und haben in den folgenden Restaurants sehr gute Erfahrungen gemacht:

2 Kommentare

  1. Lanzarote – eine interessante Insel.
    Wir sind mehr oder weniger zeitgleich da!
    Eigentlich bin ich ein grosser Mallorca Fan für das Trainingslager im Frühjahr.
    Ich glaube ich bleibe das auch.
    Aber natürlich hat die Insel was, schon 30 Grad und jeden Tag knallt die Sonne.
    Eben nahe an Afrika.
    Wir sind einem AirBnB Haus und fühlen uns sehr wohl.
    Jetzt kommen noch 3 Tage und wir erkunden noch den Norden und noch mal in den Süden.
    Schwimmen kommt auch noch.

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